Testosteron, Potenz und Gehirn -
Warum Testosteron zu Kopf steigt
Männer in der Hormonfalle. Ab einem Alter von etwa 30 Jahren beginnt der
Testosteronspiegel bei Männern zu sinken. Erst allmählich, dann immer schneller. Mit sinkendem Testosteronspiegel
lassen jedoch auch die kognitiven Leistungen nach. Dies betriff dann leider auch die sexuelle Lust und
Potenz.
Aber nicht nur die sexuelle Lust und Potenz nimmt ab, auch die Leistung des Gehirns ist vom Mangel des
Sexualhormons betroffen. Mitunter mit fatalen Folgen, wie wir heute wissen.
Zu geringer Testosteronspiegel birgt viele Gefahren
Irgendwann zwischen 28 und 35 Jahren beginnt der Körper des Mannes die bis dahin meist üppige Produktion des
männlichen Sexualhormons Testosteron zu drosseln. Spätestens ab einem Alter von 40 Jahren geht der
Testosteronspiegel dann pro Jahr um etwa ein bis zwei Prozent zurück. Männer im Alter von 80 Jahren haben gerade
noch ein Drittel des im Alter zwischen etwa 26 und 32 Jahren erreichten Maximalwertes.
Der nachlassende Hormonspiegel hat jedoch eine ganze Reihe von Nachteilen. Muskelmasse und Kraft gehen zurück.
So ist Testosteron, oder besser der Mangel daran mit verantwortlich dafür, dass Männer ab etwa 35, 40 Jahren härter
und nachhaltiger für einen Muskelaufbau, eine Muskeldefinition oder einfach den Muskelerhalt trainieren müssen, als
jüngere Männer.
Als wäre dies alleine nicht schon schlimm genug, geht auch die Libido zurück. Man mag es kaum ansprechen, aber
Potenz, sexuelle Ausdauer, sexuelle Lust und "Stehvermögen" lassen allmählich nach. Hilflos sehen wir zu, wie wir
jüngeren Konkurrenten das Feld räumen müssen.
Zu wenig Testosteron verringert das Konzentrationsvermögen
Ein Mangel an Testosteron ist auch verantwortlich für brüchigere Knochen, mitunter in einem gefährlichen Ausmaß.
Besonders kritisch auch: das Gehirn wird vom Testosteronmangel direkt in Mitleidenschaft gezogen.
In einer Studie der University of California wurden 300 ältere Männer in Beziehung auf ihre Denkleistung
getestet. Dabei stellten die Mediziner fest, dass Versuchspersonen die noch über höhere Testosteronwerte verfügten
bei den Aufgaben zur Merkfähigkeit und Konzentrationsleistung deutlich bessere Ergebnisse erziehlten als
gleichaltrige Probanten mit einem niedrigen Testosteronspiegel.
Laut der Leiterin der Studie, Kristine Yaffee, bezieht sich diese Wirkung auf das natürliche, vom Körper selbst
produzierte, also bioverfügbare Testosteron. Wie die Forscher herausfanden, gelangt dieses natürliche Testosteron
zum Gehirn und wird dort in den Arealen für Lernen und Gedächtnisleistung von den hierfür zuständigen, speziellen
Rezeptoren aufgenommen.
Ob sich der gleiche Effekt durch die künstliche Zugabe von Testosteron wie zum Beispiel über
Testosteronspritzen, Testosteronpflaster oder Testosterongel steigern lasse, sei noch nicht hinreichend erforscht.
Zudem hätten diese künstlichen Testosterongaben häufig unerwünschte Nebenwirkungen.
Höheres Parkinsonrisiko durch Testosteronmangel?
Auch eine neuere Studie an der Emory University belegt die Bedeutung von Testosteron für das Gehirn von Männern.
Die Forscher sehen einen engen Zusammenhang zwischen dem Testosteronwert und dem Auftreten bestimmter Krankheiten
und Beschwerden, etwa bei Morbus Parkinson. Offenbar besteht ein enger Zusammenhang zwischen Morbus Parkinson und
einem Mangel an Testosteron.
Danach litten Parkinson-Patienten mit einem niedrigen Testosteronspiegel deutlich stärker unter den nicht
motorischen Symptomen der Krankheit, also etwa Ängsten, extreme Müdigkeit, Depressionen und sexueller Dysfunktion
sowie erektiler Dysfunktion als Patienten mit höheren Testosteronwerten. Bei den Parkinson Problempatienten
bewirkten Testosterongaben zwar keine Heilung, aber doch eine schnelle und effiziente Besserung der Symptome.
Wie der Leiter der Studie, Prof. Mahlon De-Long mitteilte, sind bis zu 80% der Männer über 60 Jahre von
Testosteronmangel betroffen, davon 25% von einem signifikanten, starken Mangel an Testosteron im kritischen
Bereich.
Testosteron stärkt Potenz und hält Körper und Geist länger jung!
Ob dieser Mangel an Testosteron durch Parkinson ausgelöst wird, oder ob der Testosteronmangel die Parkinson
Krankheit selber erst begünstigt ist noch nicht völlig geklärt. Allerdings deutet vieles darauf hin, dass zu wenig
Testosteron im männlichen Körper Auslöser für Morbus Parkinson und andere altersbedingte Krankheiten sein
könnte.
Diese Beobachtung wird auch durch frühere Studien der New York University untermauert, wonach das
Geschlechtshormon offenbar auch vor Alzheimer schützt. Ein Zusammenhang zwischen dem Hormon Testosteron und
Erkrankungen des Gehirns kann jedenfalls nicht ausgeschlossen werden, zu viele Indizien und Untersuchungen deuten
darauf hin.
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