Maca - Biologisches Erbe der Welt
Der Anspruch amerikanischer und anderer Firmen auf Patente und Biopatente die natürliche Pflanzen wie Maca umfassen beunruhigt nicht nur die Peruaner, sondern löst inzwischen auch auf internationaler Ebene Kritik aus.
Begonia Venero vom peruanischen Institut für geistiges Eigentum sieht das so: "Die Anmeldung von Patenten kann man nicht verhindern, und wir sind ja auch nicht prinzipiell gegen das Patenwesen eingestellt. Aber es muss auch Grenzen geben und wir glauben, es gibt einiges was man hier auf internationaler Ebene tun kann. Die Erteilung oder Ablehnung von Patenten kann und darf doch keine Frage vom Reichtum einer Firma oder eines Landes sein.
Wir in Peru und anderen betroffenen Ländern arbeiten daran, diese Situation zu verbessern und unsere ureigensten Rechte international anzumahnen und zu verteidigen. Es geht im Kern darum nach internationalem Recht alle Unternehmen zu verpflichten, interneational geltende und vereinbarte Normen im Umgang mit dem biologischen Erbe und der biologischen Vielfalt unseres Planeten zu achten und vor allem auch einzuhalten."
Die Auseinandersetzung um die Rohstoffe und biologischen Resourcen unserer Welt wird mit ungleichen Mitteln ausgetragen. Den Peruanern mit ihren vergleichsweise geringen Resourcen stehen internationale Konzerne eines globalisierten Marktes gegenüber.
Aber es geht um eine grundlegende, nicht nur wirtschaftliche, sondern auch rechtliche Frage: "Wem gehört der biologische Reichtum eines Landes?" Dem Land, den Bauern, oder einzelnen Konzernen die sich über dem Umweg von oft fragwürdigen Patenten die Nutzung und Verwertung dieser Resourcen zu nutzen versuchen?
Peru will einen Prozess in den USA anstrengen um diese Frage zu klären. Würde Peru hier siegen wäre der "Fall Maca" ein historischer Präzedenzfall!
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